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Die berühmtesten Saxophonisten aller Zeiten

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Aktualisiert am 28. März 2023
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Als leidenschaftlicher Musiker und Saxophonist ist es mir eine Ehre, einige der bekanntesten und einflussreichsten Saxophonisten der Welt vorzustellen. Vom klassischen Jazz bis hin zu modernen Fusion-Genres haben diese Künstler das Saxophon als eines der vielseitigsten Instrumente der Musikgeschichte etabliert.

Jetzt neu: Alle Saxophonisten im übersichtlichen Vergleich und die bekanntesten Musiker und Musikgenres nach Saxophon-Arten.

Die bekanntesten Saxophonisten der Welt

John Coltrane (1926-1967) – Der Titan des Modern Jazz

John Coltrane gilt als einer der größten Saxophonisten der Jazzgeschichte. Sein innovatives Spiel und seine beeindruckenden technischen Fähigkeiten machten ihn zu einem Titan des Modern Jazz. Coltranes Stil beeinflusste eine ganze Generation von Jazz Saxophonisten, insbesondere im Bereich des Avantgarde-Jazz. Seine berühmtesten Aufnahmen sind „Giant Steps“ und „A Love Supreme“, die zu den bedeutendsten Alben des Jazz gehören. Coltrane hat sich intensiv mit indischer Musik und spirituellen Lehren auseinandergesetzt und ließ sich von diesen Einflüssen zu neuen kreativen Höhen inspirieren.

Bekannteste Werke von John Coltrane:

  • Giant Steps“ (1960) – Komplexe Improvisation, Jazz-Standard.
  • My Favorite Things“ (1961) – Broadway-Musik, Jazzinterpretation.
  • A Love Supreme“ (1965) – Spirituell, Jazz-Klassiker.
  • Naima“ (1960) – Ballade, Jazz-Klassiker.
  • Blue Train“ (1957) – Hard Bop, Jazz-Standard.
  • Acknowledgement“ (1965) – Teil von „A Love Supreme“.
  • Impressions“ (1963) – Live-Aufnahme, Jazz-Standard.
  • Alabama“ (1963) – Nach einem rassistischen Bombenanschlag.
  • Equinox“ (1964) – Langsame Ballade, Jazz-Klassiker.
  • Central Park West“ (1964) – Melancholische Ballade.

Das hast du bestimmt nicht gewusst: Coltrane hatte eine Vorliebe für Mathematik und Geometrie und versuchte, diese Konzepte in seine Musik zu integrieren. Sein bekanntestes Werk „Giant Steps“ ist ein Beispiel für seine mathematische Herangehensweise an das Komponieren von Musik.

Charlie Parker (1920-1955) – Der Erfinder des Bebop

Charlie Parker, auch bekannt als „Bird“, wird oft als der Erfinder des Bebop-Stils angesehen. Sein schnelles und virtuoses Spiel auf dem Saxophon hat viele Musiker beeinflusst und inspiriert. Parker war auch für seinen einzigartigen und kreativen Improvisationsstil bekannt. Sein bekanntestes Album ist „Charlie Parker with Strings“. Parker war bekannt für seinen exzessiven Lebensstil und starb im Alter von nur 34 Jahren an den Folgen seines Drogenkonsums.

Bekannteste Werke von Charlie Parker:

Verblüffend: Während eines Auftritts in Los Angeles im Jahr 1946 starb Parkers kleines Kücken, das er mit auf die Bühne gebracht hatte. Der Vorfall löste in Parker eine heftige emotionale Reaktion aus und inspirierte ihn zu seinem Stück „Parker’s Mood“.

Stan Getz (1927-1991) – Der „Sound“ des Cool Jazz

Stan Getz wurde für seinen einzigartigen Klang auf dem Saxophon bekannt und war einer der prominentesten Vertreter des Cool Jazz. Er spielte oft mit lateinamerikanischen Rhythmen und nahm in den 1960er Jahren das berühmte Album „Getz/Gilberto“ auf, das den Song „The Girl from Ipanema“ enthielt und ihm internationalen Erfolg bescherte.

Bekannteste Werke von Stan Getz:

  • The Girl from Ipanema“ (1964) – Bossa-Nova-Song, mit João Gilberto und Astrud Gilberto aufgenommen.
  • Desafinado“ (1962) – Bossa-Nova-Song, mit João Gilberto aufgenommen.
  • Europa“ (1976) – Jazz-Fusion-Stück, mit Eddie Gomez aufgenommen.
  • Focus“ (1961) – Album mit ungewöhnlicher Besetzung (Solovioline, Flöte), mit Eddie Sauter aufgenommen.
  • Round Midnight“ (1989) – Live-Album, mit Kenny Barron aufgenommen.
  • Captain Marvel“ (1972) – Fusion-Album, mit Chick Corea aufgenommen.
  • Moonlight in Vermont“ (1956) – Album mit Johnny Smith aufgenommen, enthält bekannte Interpretation von Titelstück.
  • Stan Getz Plays“ (1952) – Frühes Album als Solist mit verschiedenen Besetzungen.
  • Sweet Rain“ (1967) – Album mit Claus Ogerman aufgenommen, enthält komplexe Stücke mit Orchesterbegleitung.
  • Jazz Samba“ (1962) – Album mit Charlie Byrd aufgenommen, populär gemacht Bossa-Nova-Musik in den USA.

Hast du das gewusst? Getz war ein Perfektionist und nahm oft Dutzende von Takes auf, um das perfekte Solo zu bekommen. Außerdem hatte er eine leidenschaftliche Liebe zur brasilianischen Musik und war maßgeblich daran beteiligt, den Bossa Nova in den USA populär zu machen. Er war auch ein begeisterter Fotograf und hat während seiner Tourneen viele Bilder gemacht.

Sonny Rollins (geb. 1930) – Der Meister des Tenorsaxophons

  • ⭐ „St. Thomas
  • 🎵 Hard Bop, Free Jazz
  • 🎷 Tenor

Sonny Rollins ist einer der letzten lebenden Saxophon-Legenden und spielt noch heute regelmäßig Konzerte. Sein Spielstil ist voller Energie und Improvisation und hat viele Saxophonisten beeinflusst. Zu seinen bekanntesten Werken gehören „St. Thomas“ und „Oleo“. Rollins spielte auf verschiedenen Saxophonen, darunter ein Selmer Mark VI und ein Grafton-Saxophon.

Bekannteste Werke von Sonny Rollins:

  • St. Thomas“ (1956) – Karibisch inspiriertes Jazzstück.
  • Oleo“ (1954) – Jazz-Standard mit Miles Davis.
  • Saxophone Colossus“ (1956) – Album mit „St. Thomas“, Jazz-Klassiker.
  • Doxy“ (1957) – Bekannter Jazz-Standard.
  • Tenor Madness“ (1956) – Album mit John Coltrane, enthält „Tenor Madness“.
  • Autumn Nocturne“ (1957) – Ballade von „Way Out West“.
  • Sonny Rollins Volume 2“ (1957) – Album mit „Why Don’t I“ und „Decision“.
  • Freedom Suite“ (1958) – Album mit sozialem Kommentar und improvisatorischer Freiheit.
  • The Bridge“ (1962) – Album mit „God Bless the Child“.
  • Way Out West“ (1957) – Album mit „I’m an Old Cowhand“.

Schon gewusst? Während seiner Karriere zog sich Rollins zweimal zurück, um sich auf seine Musik und seine Spiritualität zu konzentrieren. Beide Male verbrachte er Stunden damit, auf der Brooklyn Bridge Saxophon zu spielen und seine Technik und seinen Sound zu verbessern.

Kenny G (geb. 1956) – Der erfolgreichste kommerzielle Saxophonist

  • ⭐ „Songbird
  • 🎵 Smooth Jazz
  • 🎷 Smooth Jazz

Kenny G ist einer der erfolgreichsten kommerziellen Saxophonisten aller Zeiten. Er ist bekannt für seinen glatten und zugänglichen Sound, der sich in den 1980er Jahren großer Beliebtheit erfreute. Sein bekanntestes Album ist „Breathless“, das 1992 erschien und mehr als 12 Millionen Mal verkauft wurde.

Bekannteste Werke von Kenny G:

Das habe ich auch noch nicht gewusst: Kenny G hält den Guinness-Weltrekord für den längsten Ton auf einem Saxophon, den er 1997 mit einem Atemzug von 45 Minuten und 47 Sekunden aufgestellt hat.

Yusef Lateef (1920-2013) – Der Weltmusiker

Yusef Lateef war ein Saxophonist, der viele verschiedene Stile in seine Musik integrierte, darunter Jazz, Blues, Weltmusik und klassische Musik. Er war auch bekannt für seine Fähigkeiten auf der Flöte und der Oboe. Lateef war ein Pionier des Ethno-Jazz und nahm Alben auf, die Einflüsse aus Afrika, Asien und dem Nahen Osten enthielten.

Bekannteste Werke von Yusef Lateef:

Sollte auch gesagt sein: Lateef war ein Multiinstrumentalist, der nicht nur Saxophon, sondern auch Flöte, Oboe, Klarinette und verschiedene andere Instrumente spielte. Er war auch ein begeisterter Student der Musiktheorie und studierte eine Vielzahl von Musiktraditionen aus der ganzen Welt.

Saxophon-Arten und dazugehörige Musikgenres & Saxophonisten

Mal ein kleiner Exkus zwischendurch: Als leidenschaftlicher Musiker kann ich dir sagen, dass das Saxophon ein sehr vielseitiges Instrument ist, das in vielen verschiedenen Musikgenres eingesetzt wird. Es gibt verschiedene Arten von Saxophonen, die jeweils ihre eigene Klangfarbe und Spielweise haben. Hier sind einige der gängigsten Saxophon-Arten und welche Musikgenres und bekannte Saxophonisten sie spielen:

Sopransaxophon im Jazz: Eine Geschichte von John Coltrane bis Kenny G

Saxophon-Art-Sopransaxophon
Sopransaxophon

Das Sopransaxophon ist das kleinste und höchste der Saxophon-Familie. Es ist in Bb gestimmt und hat einen charakteristischen, schrillen Klang. Das Sopran-Saxophon ist in der Jazz- und klassischen Musik sehr beliebt. Es hat eine Reichweite von Bb3 bis F6.

Bekannte Saxophonisten, die das Sopransaxophon spielen, sind bspw. John Coltrane, Wayne Shorter und Kenny G.

Das Altsaxophon: Ein vielseitiges Instrument für Jazz, Pop und Rock

Saxophon-Art-Altsaxophon
Altsaxophon

Das Altsaxophon ist das am häufigsten verwendete Saxophon. Es ist in Eb gestimmt und hat eine Reichweite von Bb3 bis F6. Das Alt-Saxophon ist in der Jazz-, Rock-, Pop- und klassischen Musik weit verbreitet. Es hat einen warmen, runden Klang und kann sowohl im Ensemble als auch als Soloinstrument eingesetzt werden.

Bekannte Saxophonisten, die das Altsaxophon spielen, sind bspw. Charlie Parker, Cannonball Adderley und David Sanborn.

Das Tenorsaxophon: Ein Markenzeichen des Jazz

Saxophon-Art-Tenorsaxophon
Tenorsaxophon

Das Tenorsaxophon ist größer als das Alt-Saxophon und hat einen tieferen Ton. Es ist in Bb gestimmt und hat eine Reichweite von Bb2 bis F5. Das Tenor-Saxophon ist ebenfalls in der Jazz-, Rock-, Pop- und klassischen Musik weit verbreitet und wird häufig als Soloinstrument eingesetzt. Es hat einen volleren, runderen Klang als das Alt-Saxophon.

Bekannte Tenor-Saxophonisten sind bspw. Sonny Rollins, Stan Getz und Michael Brecker.

Das Baritonsaxophon: Der tiefe und kraftvolle Klang

Saxophon-Art-Baritonsaxophon
Baritonsaxophon

Das Baritonsaxophon ist das größte und tiefste der Saxophon-Familie. Es ist in Eb gestimmt und hat eine Reichweite von Bb2 bis F5. Das Bariton-Saxophon ist in der Jazz- und klassischen Musik weit verbreitet und wird oft in Blasorchestern eingesetzt. Es hat einen tiefen, kräftigen Klang und kann auch als Bassinstrument eingesetzt werden.

Berühmte Baritonsaxophonisten sind bspw. Gerry Mulligan, Pepper Adams und Ronnie Cuber.

Seltene Saxophon-Arten

Es gibt auch einige andere Arten von Saxophonen, wie zum Beispiel das Basssaxophon, das Kontrabasssaxophon und das Sopraninosaxophon, die jedoch weniger häufig eingesetzt werden.

Weitere berühmte Saxophonisten

Dexter Gordon (1923-1990) – Der Tenorsaxophonist des Bebop

Dexter Gordon war ein führender Vertreter des Bebop und ein Meister auf dem Tenorsaxophon. Sein melodischer und swingender Stil war ein wichtiger Einfluss auf viele Musiker. Gordon spielte mit vielen bekannten Jazzmusikern wie Dizzy Gillespie und Bud Powell. Sein bekanntestes Album ist „Go!“, das 1962 veröffentlicht wurde.

Bekannteste Werke von Dexter Gordon:

Das war mir auch neu: Gordon war einer der ersten afroamerikanischen Saxophonisten, der in Europa erfolgreich war. Während seiner Zeit in Europa trat er regelmäßig in Clubs auf und spielte in Filmen mit.

Wayne Shorter (geb. 1933) – Der Komponist des Jazz

Wayne Shorter ist ein Saxophonist, Komponist und Bandleader, der für seinen innovativen und stilübergreifenden Ansatz bekannt ist. Shorter spielte bei Miles Davis‘ berühmter zweiter Quintett und nahm viele erfolgreiche Alben auf, darunter „Speak No Evil“ und „JuJu“. Er hat auch mit vielen anderen bekannten Musikern und Bands zusammengearbeitet und einige der bekanntesten Jazzstandards geschrieben.

Bekannteste Werke von Wayne Shorter:

  • Footprints“ (1966) – Jazz-Standard, Saxophon.
  • Speak No Evil“ (1964) – Klassischer Hard Bop.
  • Infant Eyes“ (1965) – Ballade, Jazz-Klassiker.
  • JuJu“ (1964) – Up-tempo, Afro-Jazz.
  • „E.S.P.“ (1965) – Fusion, Saxophon.
  • Adam’s Apple“ (1967) – Jazz-Funk, Saxophon.
  • Nefertiti“ (1967) – Modal Jazz, Saxophon.
  • Black Nile“ (1964) – Up-tempo, Hard Bop.
  • Angola“ (1970) – Funky, Saxophon.
  • The All Seeing Eye“ (1966) – Avantgarde, Saxophon.

Schon gewusst? Shorter war Mitglied der Jazzband Weather Report und arbeitete auch mit anderen bekannten Musikern wie Miles Davis und Herbie Hancock zusammen. Er ist auch ein begeisterter Science-Fiction-Fan und hat einige seiner Kompositionen auf Science-Fiction-Themen basiert.

Julian „Cannonball“ Adderley (1928-1975) – Der Hard-Bop-Meister

Julian „Cannonball“ Adderley war ein bekannter Vertreter des Hard Bop und ein Meister auf dem Alt- und Sopransaxophon. Er spielte bei Miles Davis und nahm viele erfolgreiche Alben auf, darunter „Somethin‘ Else“ und „Mercy, Mercy, Mercy!“. Adderley hatte einen unverkennbaren Klang und eine unvergleichliche Technik auf dem Saxophon.

Bekannteste Werke von Julian „Cannonball“ Adderley:

Vielleicht interessiert dich das auch: Adderley studierte eigentlich Pädagogik und war als Lehrer tätig, bevor er sich entschied, eine Karriere als Saxophonist zu verfolgen. Er war auch ein enger Freund von Miles Davis und trat regelmäßig mit ihm auf.

Pharoah Sanders (geb. 1940) – Der spirituelle Jazz-Saxophonist

Pharoah Sanders ist ein Saxophonist, der für seinen einzigartigen und spirituellen Stil bekannt ist. Er spielte mit John Coltrane und entwickelte später seinen eigenen Stil, der eine Mischung aus Jazz, Free Jazz, World Music und spiritueller Musik ist. Sanders ist auch bekannt für seine Zusammenarbeit mit dem Sun Ra Arkestra und seine Aufnahmen bei Impulse! Records.

Was einzigartig für ihn ist: Sanders hat auch Gesangs- und Perkussionsinstrumente in seine Musik integriert und eine einzigartige Klanglandschaft geschaffen.

Grover Washington Jr. (1943-1999) – Der King of Smooth Jazz

  • ⭐ „Mr. Magic
  • 🎵 Smooth Jazz
  • 🎷 Tenor

Grover Washington Jr. war ein erfolgreicher Saxophonist, der den Smooth Jazz-Stil geprägt hat. Er spielte auch Jazz-Funk und Soul-Jazz und nahm viele erfolgreiche Alben auf, darunter „Winelight“ und „Mister Magic“. Washington hatte einen glatten und zugänglichen Sound, der ihm zu einem kommerziellen Erfolg verhalf.

Wusstest du das? Washington war einer der bekanntesten Vertreter des Smooth Jazz und arbeitete mit einer Vielzahl von Popmusikern zusammen. Er spielte unter anderem auf dem Album „Off the Wall“ von Michael Jackson.

Gerry Mulligan (1927-1996) – Der Baritonsaxophonist des Cool Jazz

Gerry Mulligan war ein bekannter Vertreter des Cool Jazz und ein Meister auf dem Baritonsaxophon. Er spielte mit vielen berühmten Jazz Musikern wie Miles Davis und Chet Baker. Mulligan ist auch bekannt für seine Fähigkeit, komplexe Arrangements zu schreiben, die seine unverwechselbare Stimme auf dem Saxophon hervorheben.

Mulligan war bekannt für seine Arbeit im Bereich des Cool Jazz und spielte oft mit dem Pianisten Chet Baker zusammen. Er war auch ein erfolgreicher Komponist und schrieb viele seiner eigenen Stücke.

Ornette Coleman (1930-2015) – Der Erfinder des Free Jazz

Ornette Coleman gilt als einer der einflussreichsten Saxophonisten der Jazzgeschichte und als Erfinder des Free Jazz. Er spielte einzigartige Melodien auf dem Altsaxophon und entwickelte eine neue Art des Improvisierens, die die traditionellen Regeln des Jazz aufbrach. Coleman nahm viele bedeutende Alben auf, darunter „The Shape of Jazz to Come“ und „Free Jazz: A Collective Improvisation“.

Coleman war einer der Pioniere des Free Jazz und war bekannt für seine experimentelle Spielweise. Er spielte oft auf einem Plastik-Saxophon, das er selbst entwickelt hatte.

Joe Henderson (1937-2001) – Der Tenorsaxophonist des Post-Bop

Joe Henderson war ein bedeutender Saxophonist des Post-Bop und ein Meister auf dem Tenorsaxophon. Er spielte mit vielen berühmten Jazzmusikern wie Herbie Hancock und McCoy Tyner und nahm viele erfolgreiche Alben auf, darunter „Page One“ und „Mode for Joe“. Hendersons Spiel zeichnete sich durch seine Fähigkeit aus, komplexe Harmonien und Rhythmen zu improvisieren und dennoch melodisch und zugänglich zu bleiben.

Henderson war bekannt für seine einzigartige Spielweise auf dem Tenorsaxophon und arbeitete mit einer Vielzahl von bekannten Jazz Musikern zusammen. Schon gewusst? Er war auch ein begeisterter Fotograf und hat während seiner Tourneen viele Bilder gemacht.

David Sanborn (geb. 1945) – Der Fusion-Saxophonist

David Sanborn ist ein Saxophonist, der für seinen einzigartigen Stil des Fusion-Jazz bekannt ist. Er hat mit vielen bekannten Musikern zusammengearbeitet und viele erfolgreiche Alben aufgenommen, darunter „Hideaway“ und „As We Speak“. Sanborn ist auch bekannt für seinen Einsatz von Effekten wie Wah-Wah-Pedalen und Verzerrern, um seinen Sound zu erweitern und zu verbessern.

Sanborn arbeitete oft mit Pop- und R&B-Musikern zusammen und spielte auf Alben von Künstlern wie David Bowie, Stevie Wonder und Paul Simon. Er hat auch seine eigene TV-Show moderiert, „Night Music“, die in den späten 80er und frühen 90er Jahren ausgestrahlt wurde.

Chris Potter (geb. 1971) – Der Jazz-Saxophonist des 21. Jahrhunderts

Chris Potter ist ein führender Saxophonist des 21. Jahrhunderts und ein Meister auf dem Tenor-, Alt- und Sopransaxophon. Er hat mit vielen bekannten Jazz Musikern zusammengearbeitet und viele erfolgreiche Alben aufgenommen, darunter „Gratitude“ und „Imaginary Cities“. Potter ist bekannt für seine Fähigkeit, komplexe Melodien und Rhythmen zu improvisieren und gleichzeitig einen eigenen, unverwechselbaren Sound zu haben.

Potter ist bekannt für seine virtuose Spielweise auf dem Saxophon und hat mit einer Vielzahl von bekannten Jazz-Saxophonisten zusammengearbeitet. Er spielt oft auf einem seltenen Instrument, einem Basssaxophon, das ihm einen unverwechselbaren Sound verleiht. Er ist auch ein begeisterter Skifahrer und nutzt seine Winterpause oft, um Skifahren zu gehen.

Illinois Jacquet (1922-2004) – Einer der bekanntesten Tenorsaxophonisten

Illinois Jacquet war ein amerikanischer Tenorsaxophonist, der vor allem für seine explosive und emotionale Spielweise bekannt war. Er war Teil der Swing- und Bebop-Szene und spielte mit vielen großen Jazzmusikern wie Lionel Hampton, Cab Calloway, Count Basie und Charlie Parker.

Jacquet wurde in Louisiana geboren und wuchs in Houston auf, wo er in seiner Jugend als professioneller Musiker arbeitete. In den 1940er Jahren zog er nach New York, wo er in der berühmten Band von Lionel Hampton spielte, bevor er seine eigene Band gründete.

Zu seinen bekanntesten Stücken gehören „Flying Home“ und „Blues From Louisiana“. Das Riff, das in seiner Aufnahme von „Flying Home“ aus dem Jahr 1942 zu hören ist, wurde zu einem Jazzklassiker und von vielen Musikern nach ihm verwendet. Das Riff besteht aus einer sich wiederholenden Phrase, die sich über mehrere Takte erstreckt und durch ihre eingängige Melodie und rhythmische Prägnanz besticht. Wusstest du schon? Es wurde zu einem wichtigen Bestandteil des Repertoires vieler Jazz- und Bluesmusiker und ist auch in der Popmusik zu hören, insbesondere in den Songs „Rock Around the Clock“ von Bill Haley und „Shake, Rattle and Roll“ von Big Joe Turner.

Jacquet war auch ein innovativer Improvisator und beeinflusste mit seiner Spielweise viele nachfolgende Saxophonisten. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, darunter die Aufnahme in die Jazz Hall of Fame und die Ernennung zum NEA Jazz Master.

Die berühmtesten Saxophonisten im Vergleich

NameLebzeitenBekanntester SongMusikgenreSaxophon-Tonlage
Archie SheppGeb. 1937Attica BluesFree Jazz, AvantgardeTenor, Soprano
Ben Webster1909-1973SoulvilleSwing, BebopTenor
Benny Carter1907-2003When Lights Are LowSwing, Bebop, Big BandAlto, Tenor
Bob Berg1951-2002Friday Night at the Cadillac ClubJazz, FusionTenor
Bob MintzerGeb. 1953SpectrumJazz, Big Band, FusionTenor, Soprano
Branford MarsalisGeb. 1960In the CreaseJazz, ClassicalTenor, Soprano
Cannonball Adderley1928-1975Mercy, Mercy, MercyHard Bop, Soul JazzAlto, Soprano
Charlie Parker1920-1955OrnithologyBebopAlt
Chris PotterGeb. 1971Viva Las VilniusJazz, Bebop, FusionTenor, Soprano
David MurrayGeb. 1955Morning SongJazz, Free JazzTenor, Bass Clarinet
David SanbornGeb. 1945MaputoJazz, Funk, PopAlto
Dexter Gordon1923-1990Fried BananasHard Bop, BebopTenor
Eric Dolphy1928-1964Out to LunchFree Jazz, AvantgardeAlto, Bass Clarinet
Gerry Mulligan1927-1996Bernie’s TuneCool Jazz, West Coast JazzBariton
Grover Washington Jr.1943-1999Mister MagicJazz, Soul, FunkTenor, Alto, Soprano
Illinois Jacquet1922-2004Flying HomeSwing, BebopTenor
Joe Henderson1937-2001Inner UrgeHard Bop, Free JazzTenor
John Coltrane1926-1967A Love SupremeFree Jazz, Hard BopTenor, Sopran
Johnny Hodges1906-1970Mood IndigoSwing, BebopAlto
Joshua RedmanGeb. 1969Freedom in the GrooveJazz, BebopTenor, Soprano
Kenny GGeb. 1956SongbirdSmooth JazzSopran
Lester Young1909-1959Lester Leaps InSwing, BebopTenor, Soprano
Michael Brecker1949-2007Itsbynne ReelJazz, FusionTenor, EWI
Paul Desmond1924-1977Take FiveCool JazzAlto
Pharoah SandersGeb. 1940The Creator Has a Master PlanFree JazzTenor, Soprano
Sidney Bechet1897-1959Petite FleurDixieland, SwingSopran, Clarinet
Sonny RollinsGeb. 1930St. ThomasHard Bop, Free JazzTenor
Stan Getz1927-1991The Girl from IpanemaCool Jazz, Bossa NovaTenor
Stan Kenton1911-1979Artistry in RhythmBig Band, Jazz FusionBariton, Alto, Tenor
Steve Lacy1934-2004The CrustFree Jazz, AvantgardeSopran
Wayne ShorterGeb. 1933FootprintsHard Bop, Free JazzTenor, Soprano
Yusef Lateef1920-2013Love Theme from SpartacusJazzTenor

Was macht die besten Saxophonisten aus?

Fähigkeiten der besten Saxophonisten

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Saxophonisten durch ihr einzigartiges Talent, ihren innovativen Stil und ihren Einfluss auf die Musikgeschichte einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Sie haben dazu beigetragen, das Saxophon zu einem der wichtigsten Instrumente in der Geschichte des Jazz und darüber hinaus zu machen. Doch was macht einen Saxophonisten besonders?

  • Technische Fähigkeiten: Sie beherrschen ihr Instrument perfekt und können komplexe Passagen mit Leichtigkeit spielen.
  • Einzigartiger Stil: Jeder Saxophonist hat seinen eigenen, unverwechselbaren Klang und Stil, der ihn von anderen Musikern abhebt.
  • Kreativität und Improvisation: Die Fähigkeit, spontan zu improvisieren und kreative, einzigartige Melodien zu schaffen.
  • Emotionale Ausdrucksfähigkeit: Die besten Saxophonisten können die Emotionen ihrer Musik auf einzigartige Weise ausdrücken und die Zuhörer in ihren Bann ziehen.
  • Musikalische Sensibilität: Sie haben ein tiefes Verständnis für Musik und können ihre Technik und ihr Spiel an die Stimmung und das Genre der Musik anpassen, die sie spielen.
  • Einfluss und Innovation: Viele der bekanntesten Saxophonisten der Welt haben ihre eigenen Stile entwickelt und die Entwicklung des Jazz und anderer Musikgenres beeinflusst. Sie haben dazu beigetragen, das Saxophon als ein wesentliches Instrument der Musikgeschichte zu etablieren.

Ich empfehle jedem, der sich für Musik und insbesondere für das Saxophon interessiert, diese Künstler zu entdecken und ihre Musik zu hören. Von den frühen Aufnahmen Charlie Parkers bis zu den modernen Fusion-Sounds von Kenny G und vielen anderen gibt es eine Fülle von Musik, die das Saxophon als Instrument der Leidenschaft und des Ausdrucks zeigt.

Als Saxophonist und Musiker bin ich dankbar für die Arbeit und den Einfluss dieser großen Künstler und bin sicher, dass ihr Erbe auch zukünftige Generationen von Musikern inspirieren wird.

Sollten Saxophonisten in meiner Auflistung fehlen schreibe deinen Vorschlag einfach in die Kommentare (Funktion kommt bald) 🙂

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