Die B-Trompete – Super für den Einstieg

B-Trompete
B-Trompete
Die B-Trompete wird gerne zu Beginn zum Üben verwendet.

Sie ist das perfekte Modell für Anfänger: die B-Trompete. Auf ihr wagen die meisten den Einstieg ins Trompete spielen. Sie ist handlich und erleichtert dadurch vor allem zu Beginn das Lernen. Die B-Trompete ist in allen Musikrichtungen vertreten, aber vor allem aus dem Jazz und der Big Band nicht mehr wegzudenken.

Was zeichnet die B-Trompete aus?

Trotz ihrer Rohrlänge von über 130 Zentimetern ist die B-Trompete auch für Anfänger gut geeignet und zu leicht handhaben. Durch die Windung des Rohrs beträgt die tatsächliche Länge meist nur um die 50 Zentimeter. Im Gegensatz zum Beispiel zur Piccolotrompete, kommt die B-Trompete mit 3 Ventilen aus. Je nach Können des Spielenden können 3 bis 4 Oktaven gespielt werden. Der Tonumfang der B-Trompete reicht von as bis e.

Für wen ist die B-Trompete geeignet?

Die B-Trompete ist das beliebteste Modell und vor allem für die Anfänger des Trompetespielens gut geeignet. Das bedeutet aber nicht, dass sie nur für Anfänger geeignet ist. Denn vor allem die Trompete wächst mit dem Können des Spielenden mit. Daher ist sie zwar ein ideales Modell für den Einstieg, aber auch ein treuer Begleiter darüber hinaus.

Wie klingt die B-Trompete?

Bis auf die C-Trompete gehören alle Trompetenarten zu den transponierenden Instrumenten. Das bedeutet, dass die Notation der Töne nicht dem Klang entspricht. Wie der Name schon sagt, transponiert die B-Trompete in B. Ein gespieltes C erklingt also eine Sekunde tiefer als B. Damit gehört sie eher zu den tiefer klingenden Trompeten. Noch tiefer klingt beispielsweise die Bass-Trompete. Hoch klingend ist zum Beispiel die Piccolotrompete.

Vom Klang der B-Stimmung kannst Du Dich in diesem Video überzeugen:

Welches Zubehör gibt es für die B-Trompete?

Wer lange Spaß an seiner Trompete haben möchte, braucht das richtige Zubehör. Dazu gehört nicht nur die regelmäßige Pflege, sondern zum Beispiel auch Mundstücke und Dämpfer. Wir haben alles im Überblick für Dich.

Mundstücke für die Trompete

Im Gegensatz zu Klarinette und Saxophon gibt es bei der Trompete kein Blatt, dass in Schwingung versetzt wird und dadurch einen Ton erzeugt. Der Ton wird stattdessen durch die Lippen des Spielenden erzeugt. Die Tonerzeugung bei der Trompete ist daher sehr abhängig von den individuellen Besonderheiten des Spielenden. Die unterschiedlichen Mundstücke klingen daher nicht bei jedem gleich. Es gilt: Ausprobieren! Denn nur wer sich durch die verschiedenen Mundstücke probiert und prüft, welcher Klang mit dem eigenen am besten harmoniert kann so das passende Mundstück für sich finden.

Die Mundstücke werden aus Metall gefertigt und für die Langlebigkeit mit Silber, Gold oder Titan überzogen. Das hat aber wenig Einfluss auf den Klang und ist eher eine Sache der Optik. Sehr wohl bedeutend für den Klang sind aber Form und Fertigung des Mundstücks.

B-Trompete Mundstücke
Jeder muss für sich das richtige Mundstück finden.
  • Der Randdurchmesser

Der Randdurchmesser des Mundstücks entscheidet, wie viel Platz Deine Lippen im Mundstück zum Schwingen haben. Üblich sind Durchmesser zwischen 14 und 18 Millimeter. Grundsätzlich gilt: Je geringer der Randdurchmesser, desto leichter fällt der Ansatz und langes Spielen. Gleichzeitig verliert der Ton mit sinkendem Randdurchmesser aber auch an Wärme und kann unter Umständen schrill klingen. Ein größerer Randdurchmesser erzeugt wärmere Töne, ist aber auf Dauer anstrengender zu spielen. Vor allem als Anfänger bietet es sich an mit einem Mundstück mit geringem Randdurchmesser zu starten und diesen schrittweise zu erhöhen.

  • Die Randbreite

Auch die Randbreite des Mundstückes variiert von schmal bis breit und auch von flach bis gerundet. Ein schmaler, spitzer Rand sorgt für einen schnellen und exakt definierten Ton. Er kann sich aber auch nachteilig auf Deine Ausdauer auswirken, zum Beispiel durch eine schlechte Durchblutung Deiner Lippen. Ein breiter Rand hingegen ist komfortabler zu spielen, beeinträchtigt aber auch das Schwingverhalten der Lippen. Die Ansprache wird so unter Umständen erschwert.

Auch hier kommt es auf die individuellen Physiognomischen Voraussetzungen des Spielers an, um die ideale Randbreite zu finden. Ein „bestes“ Mundstück für alle gibt es nicht.

  • Die Kesselform

Als Kessel wird die innere Form des Mundstücks bezeichnet. Sie kann zum Beispiel bauchig oder schmal sein. Je größer der Kesseldurchmesser ist, desto voluminöser auch der Klang. Gleichzeitig wird bei einem großen Kesseldurchmesser aber auch mehr Kraft benötigt, um einen Ton zu erzeugen. Ein flacher Kessel ist vor allem für die hohen Töne von Vorteil. Durch den geringen Widerstand wird nur wenig Kraft benötigt, um einen Ton zu erzeugen.

Um sowohl hohe, als auch tiefe Töne spielen zu können, braucht es das gute Mittelmaß. Auch hier heißt es wieder: Ausprobieren und so das passende Stück für die eigene Spieltechnik finden.

Dämpfer für die Trompete

Dämpfe minimieren die Lautstärke der Trompete. So kann auch beim Üben in der Mietwohnung dafür gesorgt werden, dass eine angemessene Lautstärke eingehalten wird. Allerdings wird dabei zwangsweise auch der Klang der Trompete verändert. Daher wird mit Dämpfern auch gerne experimentiert, um neue Klangwelten zu erschaffen. Das Spielen mit dem Dämpfer wird jedoch anstrengender. Oft wird es als Übung genutzt, um Kondition für lange Konzerte aufzubauen.

Es gibt zahlreiche Dämpfer in verschiedenen Formen und Materialien, die den Klang unterschiedlich beeinflussen. Darunter zum Beispiel:

  • Der Straight Dämpfer

Der Straight Dämpfer hat eine spitz zulaufende Form und wird daher auch oft „Spitzdämpfer“ genannt. Er verschließt das Schallstück der Trompete fast vollständig. Je nach Material unterscheidet sich auch der Klang.

Straight Dämpfer aus Aluminium klingen beispielsweise eher hell und rau, während Kunststoffdämpfer wärmer klingen.

  • Der Plunger
B-Trompete Dämpfer
Dämpfer für die Trompete sitzen entweder im Schallbecher oder werden davor gehalten oder befestigt.

Der Plunger wird im Gegensatz zum Straight Dämpfer nicht in den Schalbecher eingesetzt, sondern mit der Hand vor das Schallstück gehalten. Durch Öffnen und Schließen kann die Lautstärke reguliert werden. Die Plunger werden aus Gummi oder Metall gefertigt.

  • Der Bucket

Wie der Name schon sagt ähnelt der Bucket einem Eimer. Er wird mit Klammern am Schallstück befestigt. Die Füllung aus Schaumstoff erzeugt einen weichen, glatten Klang. Der Bucket wird in verschiedenen Tiefen produziert, um verschiedene Ton-Varianten zu erzeugen.

  • Der Übungsdämpfer

Der Übungsdämpfer ist explizit für die Minderung der Lautstärke gedacht. Damit soll das Üben auch außerhalb der schallisolierten Proberäume ermöglicht werden. Und auch vor Konzerten kann man sich mit diesem Dämpfer geräuscharm aufwärmen. Durch einen Gummiring wird der Schalltrichter komplett abgedichtet. Die Luft kann nur noch durch kleine Löcher im Dämpfer entweichen.

  • Der Pickup-Mute-Dämpfer

Üben ohne die Nachbarn zu stören und trotzdem nicht auf die Ton-Echtheit verzichten: Das ist die Intention des Pickup-Mute-Dämpfers. Der Dämpfer aus Kunststoff ist mit einem Mikrofon ausgestattet. Das Mikrofon nimmt die Töne auf und leitet sie über den Verstärker an die Kopfhörer weiter. So ist auch das Training des Gehörs möglich, ohne dass Nachbarn durch die Lautstärke gestört werden.

Die Trompete reinigen

Damit Du lange Freude hast an Deiner Trompete, solltest Du sie regelmäßig reinigen. Neben dem Reinigen nach dem Üben sollte sie auch regelmäßig ausgiebig ausgespült und gefettet werden.

Reinigung nach dem Üben

Beim Spielen der Trompete sammelt sich Wasser aus der kondensierten Atemluft. Darin ist nicht nur Wasser enthalten, sondern auch Speichelsäuren. Langfristig greifen diese jedoch auch das Material der Trompete an, vor allem, wenn es sich um eine nicht lackierte Messingtrompete handelt. Deshalb ist es nach jedem Spielen wichtig, die Wasserklappe zu öffnen, damit die Flüssigkeit ablaufen kann. Danach sollte die Trompete am besten an einem sicheren Ort aufgestellt oder abgelegt werden, um vollständig durchzutrocknen.

Bei lackierten Instrumenten ist es ratsam, die Oberflächen nach dem Spiel mit einer Lackpolitur einzusprühen und mit einem Mikrofasertuch abzuwischen, damit der Lack nicht vom Handschweiß angegriffen wird. Für versilberte oder vergoldete Oberflächen gibt es entsprechende Alternativen, die allerdings sparsam verwendet werden sollten, um den Abrieb der Beschichtung so gering wie möglich zu halten. Unbehandelte Instrumente werden möglichst regelmäßig mit einer Brass Politur behandelt, um der Korrosion des Metalls vorzubeugen.

Intensive Reinigung alle 3 Monate

Vierteljährlich sollte die gesamte Trompete grundgereinigt werden. Zur Reinigung wird sie zunächst mit handwarmem Wasser komplett vom Mund- bis zum Schallstück durchgespült. Drücke beim Spülen alle Ventile mehrfach herunter, um sicherzugehen, dass sämtliche Rohrwindungen ausgewaschen werden. Danach zerlegst Du das Instrument in seine Einzelteile. Drehe dazu die Ventile heraus und nimm alle drei Ventilzüge ab. Die Kleinteile kannst Du nun in einer kleinen Wanne mit lauwarmem Spüliwasser einlegen. Auch der Korpus des Instruments kann eingelegt werden, alternativ sollte er mit Spüliwasser ausgespritzt werden und an den Steckverbindungen mit einem Tuch und etwas Spülmittel gereinigt werden.


Die Innenseiten der Rohre bzw. der Ventilzüge lassen sich mit einem mit Spülmittel benetzten Schwamm oder einer flexiblen und weichborstigen Bürste ausputzen. Es ist sinnvoll, den Innenreiniger mehrfach durchzuziehen, um alle Beläge zu erreichen. Auch die Ventile und das Mundstück, sowie die Ventilbüchsen werden mit einem weichen Schwamm bearbeitet. Sobald alle Ablagerungen und Fettreste verschwunden sind, werden alle Teile sorgfältig mit klarem Wasser nachgespült. Die Trompete wird nun mit einem Mikrofasertuch abgetrocknet. Innen und insbesondere in den Ventilbüchsen sollte man auf das Abtrocknen verzichten, um Fussel in der Trompete zu vermeiden.

Fetten der Trompete

Nach der Reinigung, sobald die Einzelteile wieder vollständig trocken sind, werden alle wichtigen Steckverbindungen eingefettet. Dadurch werden sie einerseits gängig gemacht, andererseits sind sie auf diese Weise vor Feuchtigkeit geschützt, korrodieren nicht und fressen sich daher nicht bis zur Unbeweglichkeit aneinander fest.

Auch die Stimmzüge werden sorgfältig mit Fett eingerieben. An den Ventilen wird spezielles Ventilöl eingesetzt, da sie möglichst leicht und widerstandslos durch die Ventilbüchsen gleiten können sollten. Falls es sich bei Deinem Instrument um eine lackierte Trompete handelt, kann sie zusätzlich von außen mit einer Lackpolitur eingesprüht und wiederum mit einem Mikrofasertuch abgerieben werden. Die Politur legt sich wie ein Schutzfilm über den Lack und schützt ihn vor Korrosion.

Welche Hersteller gibt es für B-Trompeten?

Der Kostenunterschied zwischen Trompeten mit einem Périnetventil und einem Modell mit Drehventil ist immens. Während die einen erst ab 800€ Kosten anfangen, sind gute Perinettrompeten schon ab 300€ zu haben. Je nach Einsatzzweck sollte daher abgewogen werden, ob es wirklich ein deutsches Modell sein muss oder oder ob eine französische Trompete, die zudem leichter zu reinigen und spielen ist, nicht genauso gut geeignet ist.

Einsteigermodelle mit niedrigen Anschaffungskosten sind vor allem von Startone und Thomann zu bekommen. Mittel- und hochpreisige Trompeten für Fortgeschrittene und Profis werden zum Beispiel von Yamaha und Bach, sowie dem deutschen Produzenten B&S oder Kühnl & Hoyer hergestellt.

Französische bzw. Pumpventiltrompeten

Trompete für Anfänger

Die Einsteigermarke Startone hat sich darauf spezialisiert, günstige, aber hochwertige Instrumente zu fertigen. Damit soll vor allem Anfängern der Einstieg erleichtert werden. So auch mit dieser französischen B-Trompete. Ihr Schallbecher, sowie das Mundstück sind aus ABS-Kunststoff, die Ventile aus Messing hergestellt. Mundstück und Gigbag werden mitgeliefert.

Für Fortgeschrittene und solche, die es werden wollen

Diese B-Trompete des Herstellers Yamaha gehört bereits in das mittelpreisige Segment. Sie ist aus Messing gefertigt und hat ein Finish aus Goldlack. Die Ventile sind aus Monel, das Mundrohr aus Goldmessing.

Das Profimodell

Kühnl & Hoyer haben mit diesem Modell eine Périnet-Trompete für den Profi-Bedarf auf den Markt gebracht. Der Schallbecher ist aus Messing gefertigt, die Ventile aus Edelstahl handeingeläppt, das Mundrohr besteht aus Neusilber. Zwei Wasserklappen sorgen für einen einfachen Ablauf des Kondenswassers. Mundstück und Tragekoffer sind inklusive.

Deutsche bzw. Drehventiltrompeten

Deutsches Einsteigermodell

Da die deutschen Trompeten wesentlich teurer sind. fängt hier bereits das Einsteigermodell bei Kosten von rund 800€ an. Der Korpus ist aus Messing und mit Klarlack lackiert, die Außenzüge und das Mundrohr sind aus Neusilber gefertigt. Der Schallbecher ist austauschbar. Im Lieferumfang enthalten ist der Gig Bag für den sicheren Transport des Instrumentes.

Für Fortgeschrittene

Wer bereits etwas mehr in seine Trompete investieren möchte, ist mit dieser B-Trompete von B&S gut bedient. Sie verfügt über 3 Drehventile und ist aus Messing gefertigt. Innen- und Außenzüge, sowie das Mundrohr bestehen aus Neusilber. Mundstück und Koffer sind bereits im Lieferumfang enthalten.

Für Liebhaber und Profis

Dieses Stück von Kühnl & Hoyer ist etwas für Profis und Liebhaber. Das Schallstück ist aus Goldmessing handgearbeitet. Die bessere Langlebigkeit wird durch einen Klarlack gewährleistet. Für einen ausgewogenen Klang besitzt die Trompete eine Ausgleichsmechanik mit Wasserklappe am dritten Zug.

FAQ: Die B-Trompete

Die B-Trompete ist das klassische Anfängermodell unter den Trompeten. Wie der Name schon sagt transponiert sie in B – ein gespieltes C erklingt also als B.

„Klingend B“ bezieht sich auf die Stimmung eines transponierenden Instrumentes. Der gespielte bzw. notierte Ton entspricht dann nicht dem klingenden Ton. Ein notiertes/ gespieltes C ertönt auf einer B-Trompete beispielsweise als B.

Die Stimmung einer Trompete bezieht sich darauf, wie das Instrument transponiert. Bei einer Trompete, die in B gestimmt ist, ertönt ein gespieltes C beispielsweise als B.